Zwischen Vereinsrecht, Excel-Tabellen und Messenger-Gruppen
Der Kurs ist aus Gesprächen mit Vorständen entstanden, die digital arbeiten wollten, aber weder Zeit noch Nerven für ein komplettes Technikprojekt übrig hatten.
Wie es angefangen hat
Vor einigen Jahren saß ein Teil unseres heutigen Teams selbst in Vereinsvorständen: im Sportverein, im Kulturverein, in einer Elterninitiative. Immer wieder tauchten dieselben Fragen auf. Wie bekommt man die Mitgliederliste aus dem Kopf einer einzelnen Person in ein System, das auch nach einem Vorstandswechsel funktioniert? Wie erreicht man jüngere Mitglieder, die einen Rundbrief per Post ohnehin nicht mehr lesen? Und warum dauert eine einfache Abstimmung im Vorstand regelmäßig einen ganzen Abend?
Aus diesen Fragen wurde zunächst eine informelle Austauschrunde, später ein strukturiertes Workshopformat. Die drei Module, die heute den Kurs bilden, haben sich über mehrere Durchläufe hinweg verändert, immer auf Basis dessen, was in der Praxis tatsächlich funktioniert hat und was nicht.
Unsere Haltung zur Digitalisierung
Wir gehen nicht davon aus, dass jeder Verein alle Werkzeuge gleichzeitig braucht. Ein kleiner Verein mit vierzig Mitgliedern hat andere Anforderungen als ein Verein mit mehreren hundert Mitgliedern und angestellten Kräften. Deshalb versteht sich der Kurs als Baukasten, aus dem sich jeder Vorstand die Teile nimmt, die zur eigenen Situation passen.
Genauso wichtig ist uns, ehrenamtliches Engagement nicht zusätzlich zu belasten. Ein neues Tool, das mehr Arbeit macht als das alte Verfahren, hat aus unserer Sicht seinen Zweck verfehlt. Deshalb prüfen wir in den Workshops immer auch, ob eine Lösung tatsächlich Zeit spart oder nur neue Aufgaben schafft.
Wie die Workshops aufgebaut sind
Jeder Workshop dauert einen halben Tag und findet in kleinen Gruppen statt, damit auf die jeweilige Vereinsstruktur eingegangen werden kann. Zwischen den Terminen liegt genug Zeit, um erste Schritte im eigenen Verein umzusetzen und Rückfragen zu sammeln. Die Umsetzungsbegleitung im Anschluss ist bewusst kein einmaliges Angebot, sondern ein Zeitraum, in dem konkrete Stolpersteine gemeinsam besprochen werden können.
Wir arbeiten mit Vereinen unterschiedlicher Größe und aus unterschiedlichen Bereichen zusammen, von Sport über Kultur bis zu sozialen Initiativen. Die Grundprobleme ähneln sich dabei oft mehr, als man zunächst vermuten würde.
Wer die Inhalte begleitet
Vier Personen mit unterschiedlichem fachlichem Hintergrund, die sich im Themenfeld Verein, Kommunikation und Organisation ergänzen.
Sabine Krüger
Kursleitung, digitale VereinsarbeitArbeitete zuvor selbst mehrere Jahre im Vorstand eines Sportvereins und kennt die Hürden bei der Einführung neuer Software aus eigener Erfahrung.
Thomas Albrecht
Training, Kommunikation & SichtbarkeitBeschäftigt sich seit Jahren mit der Frage, wie ehrenamtliche Strukturen mit einfachen Mitteln sichtbarer werden können.
Nadine Voss
Beratung, Sitzungs- und VereinsorganisationBringt Erfahrung aus der Moderation von Gremien mit und hat das Format für kürzere Vorstandssitzungen mitentwickelt.
Jonas Reimann
UmsetzungsbegleitungBetreut die Teilnehmenden nach den Workshops und hält den Kontakt zu den einzelnen Vereinen über den gesamten Zeitraum.